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SINUS Blog

10.02.2016

Karriere als Veränderungs-Manager in der Gesundheitswirtschaft

Die Zeiten in der Gesundheitswirtschaft ändern sich rasant. Die neuen Zeiten brauchen Veränderungs‐Manager.
Worauf es hier ankommt und wie Veränderungsprozesse gestaltet werden, zeigt der folgende Beitrag.


Aus Transformation Zukunftsfähigkeit gewinnen – drei Business‐Tipps

Erst wenn die unternehmerische Veränderung nicht in Form isolierter, erzwungener Teilprojekte, sondern als integrierte Kernaufgabe für gutes Management wahrgenommen wird, kann sie ihr volles Potenzial für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit entfalten. Um Transformationen Dauer, Qualität und Substanz zu geben, nachfolgend drei Empfehlungen:

 

  1. Vorhaben zur Transformation niemals aufschieben, sonst verspielen Sie Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz.
  2. Je stärker der Transformationsprozess das Unternehmen durchdringt, desto wichtiger wird ein transparentes Maßnahmen‐ und Ergebniscontrolling.
  3. Je umfangreicher und schwieriger ein Transformationsprojekt ist, umso detaillierter und strukturierter sollte die Planung im Vorfeld sein.

 

Für Unternehmen und deren Mitarbeiter wird dies zur festen Größe ihrer täglichen Arbeitswelt. Nur wenn Unternehmen sich aktiv und strategisch klug weiterentwickeln, können sie in immer anspruchsvolleren Märkten erfolgreich sein. Die Life Science‐Industrie macht keine Ausnahme. Im Gegenteil: Gesättigte Märkte, kaum echte Innovationen, strenge Regulierungen und Zwänge in der Preisgestaltung lassen den Druck auf Pharma‐ und Medizintechnik‐Unternehmen zur permanenten Transformation steigen.

Dabei liegt die hohe Kunst der Transformation in der Verquickung von drei Meisterschaften:

 

  • Besser agieren anstatt nur reagieren.
  • Anstelle punktueller Schnellreparaturen und flüchtiger Optimierung umfassend eingreifen und radikal denken.
  • Transformation als Chance begreifen und dauerhaft im Unternehmen etablieren.

 

Management als Kunst, das Unmögliche möglich zu machen

Als Auslöser für Transformationen können viele Faktoren in Frage kommen. Doch ob man sich Konsolidierung, strategische Neuausrichtung oder Integration auf die Fahne schreibt: Entlang eines Transformationsprozesses lauern viele Risiken und Stolpersteine, die den Erfolg in Frage stellen. Deshalb erfordern Transformationsprojekte eine Reihe von Voraussetzungen, die in der unternehmerischen Praxis allzu oft vernachlässigt werden. Zunächst müssen Risiken im Vorfeld exakt analysiert und etwaige Hürden aus dem Weg geräumt werden.

Nicht weniger wichtig ist die klare, verständliche, offene und regelmäßige Kommunikation zwischen allen Beteiligten und Betroffenen. Nur so wird das nötige Maß an Akzeptanz, Motivation und Identifikation entstehen. Denn radikale Veränderungen lassen sich nur dann auf Dauer im Unternehmen verankern, wenn alle Mitarbeiter davon überzeugt sind und sie mittragen.

Drei große Etappen machen den Unterschied aus: So muss man Transformation im Unternehmen installieren, in die Tat umsetzen und trainieren bzw. solange wiederholen, bis sie verinnerlicht und angenommen ist.

Flüchtigkeit vermeiden – zur Nachhaltigkeit kommen

Wie Studien und Untersuchungen zeigen, führen bis zu 70% der Transaktionsbemühungen leider nicht zu den gewünschten positiven Veränderungen und Zielwerten. Wer solchen kostspieligen Enttäuschungen vorbeugen will, kann bereits im Vorfeld an vielen relevanten Stellschrauben drehen. Schließlich stehen die Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Transformationen seit langem fest. Es kommt bei Transformationen ganz besonders darauf an...

 

  • den Sinn und Zweck einer Transformation klar zu definieren, eingängig zu vermitteln und die dazugehörige Vision griffig darzustellen,
  • die aktuelle Situation des Unternehmens zu verstehen und die nötigen Veränderungsschritte festzulegen,
  • das Veränderungsteam auf die Vision einzuschwören und als Botschafter für die Vision unternehmensweit zu nutzen,
  • schwache Signale von Widerständen zu erkennen, sie ernst zu nehmen und abzubauen,
  • Erfolge von Anfang an zu kommunizieren,
  • Veränderungsfortschritte laufend durch ein Ergebnis‐ und Maßnahmencontrolling zu messen.

 

Klare Kommunikation ist das A und O für den Erfolg von Veränderungsprojekten: Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner müssen ihre neuen potenziellen Vorteile erkennen können.


Veränderung systematisieren und in einen beständigen Erfolgsfaktor verwandeln


Eines ist klar: Der Druck zur ständigen Veränderung lässt nicht nach und wird in Zukunft noch erfolgsentscheidender werden. Wie der lebenslang lernende Mensch müssen eben auch Unternehmen ihren Horizont fortlaufend ändern und ausweiten. Damit kommen Geschäftsleitung und Führungskräfte nicht darum herum, den kontinuierlichen Wandel als Hauptaufgabe zu sehen und für sich zu reklamieren. Für maximalen Erfolg müssen Transformationen Chefsache sein – ohne Wenn und Aber!
Um Transformationen als feste und dauerhafte Größe zu etablieren, empfiehlt es sich, Transformationen zu systematisieren und gleichsam als „feste Institution“ im Unternehmen zu verankern.


Der erste entscheidende Schritt liegt darin, ein System von Indikatoren und Kennzahlen zu schaffen. Sie müssen so wertgreifend und aussagekräftig sein, dass sich an ihnen der anstehende Handlungsbedarf für nötige Veränderungen ablesen lässt. So kann man bei Bedarf agieren und die Initiative für den Wandel ergreifen, anstatt mit dem Rücken zur Wand zu hektischem Handeln gezwungen zu sein.

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